Dieses Modell habe ich vor 35 Jahren gebaut und wurde auch schon einmal wieder aufgebaut. Jetzt habe ich mich entschlossen die alten "Jugendsünden" zu entfernen und den alten Kahn wieder in neuem Licht erstahlen zu lassen... hoffe ich zumindest:-)

 

Wie man sieht habe ich das Boot bereits "zerlegt". Der Dreck und Staub aus 35 Jahren sind deutlich zu sehen.

Wieder mal angefangen mit dem Schiffsständer. Bei der Restaurierung ist dieser ziemlich wichtig, da die Arbeiten am Schiff nicht gerade zimperlich werden.

Und jetzt ist erst eimal schleifen angesagt... Nachdem ich das Deck neu Beplankenmöchte, muss nicht alles total glatt sein. Eben aber nicht so glatt, als ob ich es Lackieren würde.

 

Zwischendurch darf man sich gerne ein kleines "Erfolgserlebnis holen indem man die Kleinteilewieder auf Vorderman bringt... :-) Schiffsglocke wurde von 3 Jahrzenten befreit

 

Beiboot vorher und nachher... leider kann man ein solch kleines Teil kaum mit Spraylack lackieren, daher habe ich zum Pinselgegriffen

 

 

Nachdem mir erst danach aufgefallen ist, dass der Maßstab des Beibootes nicht stimmt, habe ich ein Beiboot am PC konstruiert und ausgedruckt. Jetzt passt auch der Maßstab :-)

Hier habe ich das alte Stevenrohr und Antriebswelle gesäubert und etwas beschliffen. Gut eingefettet und wieder eingesetzt. Läuft einwandfrei...

Bei diesem Modell möchte ich so wenig wie möglich kaufen und so viel wie möglich aus altem Bestand wieder verwenden. Bis dato habe ich lediglich einen Empfänger und Fahrtenregler gekauft. Der alte Fahrtenregler war noch über offene Widerstände geregelt.

Nachdem der Kamin wieder rauchen soll, habe ich eine kleine "Schablone" gemacht, damit alle Schornsteine die gleiche Neigung haben. Diese in die alte Abdeckung eingebracht und mit Stabelit vermufft. Der Kamin sollte von Innen sauber verklebt werden, damit später kein Rauch aus Öffnungen kommt, wo kein Rauch raus kommen soll.

Reelingstützen aus dem 3D Drucker. Mittlerweile drucke ich ohne Brim (Druckunterstützung). So muss ich die Stützen bzw. Druckteile nicht mehr nachbearbeiten.

Vor 35 Jahren hat man die Ankerkette durch einen Schlauch geführt. Diesen habe ich entfernt und gegen ein Kupferrohr ersetzt. Die Funktion "Ankerkette fallen lassen" soll hier verbaut werden.

Die Schleppseilführung habe ich ebenfalls ausgedruckt, da das alte nicht mehr zu gebrauchen war.

Vor 30 Jahren habe ich das Ruderblatt aus Holz mehr schlecht als recht gebaut. Hier habe ich ein neues passendes ausgedruckt.

Fahrstandbeplankung...

Um den Fahrakku, Empfängerakku und Fahrtenregler zwar fest, aber wieder demontierbar zu montieren, habe ich Halterungen ausgedruckt um im Schiff verklebt.

Auch die Schleppwinde war nicht mehr vorhanden und ich konnte keine passende im Netz finden. Hat zwar etwas gedauert bis ich die Winde nachkonstruiert hatte, aber ich bin der Meinung das Ergebnis ist ganz gut geworden. Alle Teile wurden ebenfals  im 3D Drucker ausgedruckt.

Mast und Decklampen transparent ausgedruckt.

Um das Schiff trimmen zu können, habe ich im Heck einen geteilten Ballasttank montiert. So kann man das Schiff ordentlich trimmen...

Um die Drähte für die Mastbeleuchtung ordenlich zu führen, habe ich Halterungen ausgedruckt die auch noch das Verzurren der Masten ermöglicht.

Für das Motorengeräusch habe ich einen Trichter ausgedruckt und den 50x50 mm Lautsprecher verbaut. Wenn der obere Deckel verbaut ist, geht der ganze Schall ins Schiff und wenn der untere Deckel montiert ist, nach oben. Es ist Geschmacksache wie letztendlich verbaut wird. Beides sollte man allerdings nicht machen, da sonst die Lautstärke darunter leidet.

Bei diesem Modell habe ich mich entschieden, dass Schiff auf "alt" zu trimmen und deswegen bekommt die Bugsier keine Spraylackierung, sondern wird per Hand bemalt. Auch den Rumpf habe ich nur grob beschliffen, so entstehen "Gebrauchsspuren" die über die Jahre an einem Arbeitsschiff entstehen.

Die Relais für Sonderfunktionen, Soundmodul und Empfänger habe ich wieder in einer Einheit aufgebaut. So kann ich diese in einem Block ein- bzw. ausbauen.

Beleuchtung montiert und der erste Funktionstest.

Die Halterung für den Rauchgenerator habe ich ausgedruckt. Dieser wird unter das Oberdeck verklebt. Die untere Halterung kann abgeschraubt werden, sodaß man den Generator wieder befüllen kann.

Beim zweiten Funktionstest hat alles funktioniert. Sound, Rauch, Licht und Suchscheinwerfer.

Erste "Anprobe" des Fahrstandes. Die Bordwandstreben habe ich nach dem Plan konstruiert und ausgedruckt und verklebt.

Jetzt geht es ans Lackieren. Den Rumpf lackiere ich wieder mit Spraylack, wobei ich die Oberfläche nicht ganz glatt geschliffen habe um einen "alten" gebrauchten Effekt zu erzielen.

Zuerst habe ich den gesamten Rumpf grundiert und anschließend die Wasserlinie angezeichnet. Hier habe ich wieder meine Zeichenhilfe genutzt.

Beim Ableben benutze ich immer das Klebeband von Y.......... Anschließend sorge ich mit einer trockenen Lackierwalze dafür, dass die Ränder sauber am Schiff anliegen.

Während der Trockenzeit für den Lack habe ich den Fahrstand weiter ausgebaut. Eine Lucke wurde beim demontieren zerstört. Diese habe ich ebenfalls ausgedruckt und lackiert.

Die Klebestreifen sollten entfernt werden, bevor der Lack völlig getrocknet ist. So kann man vermeiden, dass der Lack "einreißt".

Und auch hier gilt die Faustregel: beim Lackieren immer von Hell zu Dunkel. So werden die Übergänge meiner Meinung nach wesentlich schöner. Der Lack soll zwar alt aussehen, aber nicht schlampig.

Die Trossenbügel waren auch nicht mehr vorhanden. Diese habe ich ebenfalls ausgedruckt und anschließend lackiert.

Erste "Hochzeit" von Rumpf und Fahrstand. Jetzt wird noch die Reeling lackiert. Auch diese lackiere in wieder per Hand.

Den vorderen Mast eingepasst und verklebt. Die Kabel habe ich durch den Mastklotz geführt und unter Deck verlötet. Jetzt wird es langsam wieder ein Schiff... :-)

Die nicht lackierten Holzteile sollte man unbedingt mit Porenfüller streichen, so verhindert man dass das Holz aufquillt wenn es naß werden sollte.

 

Geschafft... jetzt nur noch die Jungfernfahrt...